Keppenbach

Die Geschichte von Keppenbach

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Um 1000 nach Chr. nimmt man die Entstehung der Hofsiedlung Keppenbach an. 1161 wurde Keppenbach erstmals urkundlich erwähnt bei der Gründung des Klosters Tennenbach.
Im Tennenbacher Lagerbuch von 1341 findet sich die Stelle:”..item ad antiquam Keppenbach ...”.
Alte Schreibweisen waren 1265 Cheppenbach sowie Keppinbach und Keppunbach.

Später wird Keppenbach wegen der Burg auch Altenkeppenbach oder die alte Keppenbach genannt. Die Burg Keppenbach (Ruine) liegt auf dem östlichen Abhang des Glasig (zwischen den Ortsteilen Reichenbach und Sägplatz) und wurde ca. 1150 erbaut.

In Pfarrer Walters Ortsgeschichte von Freiamt, erschienen 1903, lesen wir folgendes:

    „Wenn wir von Emmendingen über Maleck in das Tal der Bretten eintreten, so erblicken wir zuerst beim Sonnenziel das Tennenbacher Tal. Wandern wir vom Sonnenziel am Wald entlang das Brettental aufwärts, so gelangen wir nach Keppenbach. Der Mittelpunkt bildet die Kirche, daneben liegen das Pfarrhaus, das Schulhaus (heute Kindergarten), das Wirtshaus „Zum Grünen Baum“, eine Sägemühle, eine Mühle mit Dresche, eine Schmiede und Wagnerei. Das übrige Keppenbach liegt nach verschiedenen Richtungen hin zerstreut...“

(Die Mühle mit Dresche besteht heute nicht mehr, von Wagnerei und Schmiede sind die Gebäude noch erhalten.)

Der Hausberg von Keppenbach ist der Hohe Tag mit 649 müM.

Vor dem Gasthaus Zum Grünen Baum stehen unter der Linde zwei steinerne Gerichtstische. Die alte Linde (Gerichtslinde) wurde im Herbst 1908 bei einem Sturm auseinander gerissen, im darauf folgenden Frühjahr 1909 wurde die jetzige Linde gepflanzt.

Zu den Gerichtstischen: Soviel Güter und Rechte auch die Herren von Keppenbach und des Klosters Tennenbach an sich gebracht hatten, so lagen doch die wirtschaftlichen Rechte in der Hand des Markgrafen. Unter allen Orten, die zu der Markgrafschaft Hachberg gehörten, nahmen die das spätere Freiamt bildenden Orte eine Ausnahmestellung ein und genossen ganz besondere Vorrechte. Die Untertanen, die der Markgraf in den Orten seiner Herrschaft hatte, waren ursprünglich freie Leute und Leibeigene und dementsprechend die Rechte des Markgrafen über sie verschieden.

Die Leibeigenen, welche in Freiamt vorhanden waren, gehörten den Herren von Keppenbach oder dem Kloster Tennenbach. Da nun der Markgraf an diesen Leibeigenen keine Rechte hatte, über die Freien ihm wenigstens die Gerichtsbarkeit zustand, so lag es in seinem Interesse, dass in Freiamt die Zahl der Leibeigenen (Schloss und Kloster) sich nicht vergrößerte. Nicht selten entspannen sich deswegen Streitereien zwischen den Keppenbachern und dem Markgrafen, wobei der Markgraf als der Mächtigere die Sache jeweils zu seinen Gunsten hinauszuführen pflegte.

Der Markgraf hatte hier eigentlich nur die Gerichtbarkeit, das so genannte Landgericht, dass er dreimal im Jahre unter der Linde in Altenkeppenbach hielt.

In einer Urkunde (8. Conv.) heißt es:

    ”Drei Landgericht sol ein jeder Frymann suchen, ze Hornung, ze May und ze Ögsten...”

Es wurde durch Fronboten allen freien Leuten 14 Tage vorher angekündigt.

Von 1265 bis in das 17. Jahrhundert wurde unter der Linde Gericht gehalten.

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Last Updated
2009 - September - 19

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